Dieser tage wollte ich gerne aus allseits bekanntem anlass ein paar bücher zur weitergabe an mitmenschen erwerben. Bücher in deutscher Sprache außerhalb Deutschlands zu kaufen ist sicher nicht unmöglich, aber doch mit reichlich Aufwand verbunden – und ich bin ja bekanntermaßen sehr faul. Das war also keine gute Option.
Dacht ich also bei mir: “aber wir leben ja im digitalen Zeitalter”, und wen interessiert schon das papier, viel wichtiger ist doch, was drauf steht. Also erst mal schnell zum größten internetbuchhändler gesurft und mich umgesehen. In meiner Naivität hatte ich natürlich angenommen, ich könne die guten stücke einfach bezahlen, dann runterladen und weitergeben. Das war natürlich weit gefehlt. Runterladen wäre ja schon viel zu einfach, und weitergeben wäre geradezu komfortabel gewesen.
Wie schaut es also mit dem runterladen aus? der große versender A hat dazu natürlich ein eigenes system, das nur mit ihrer eigenen software funktioniert, die natürlich nicht für die von mir verwendeten Betriebssysteme erhätlich ist. Auch zum eigentlichen lesen wäre man natürlich auf diese software angewiesen, aber soweit wird es wohl nie kommen.
Nehmen wir theoretisch mal an, ich hätte etwas gängigere Betriebssysteme auf meinen geräten und könnte die software benutzen. Wie sieht es mit der weitergabe aus? die verbitten sich die verlage natürlich (der große händler weist alle schuld von sich). Die ausgaben sind mit einem DRM system versehen, das genau jene weitergabe an weitere geräte verhindern soll (und vermutlich auch probleme macht, wenn ich selbst auf verschiedenen geräten würde lesen wollen).
Auch die Verleger haben es also anscheinend nicht verstanden. An allen ecken und enden ist die Technik nur darauf ausgelegt, Kopien zu erschweren, die Les- bzw. Nutzbarkeit steht im Hintergrund. Dabei geht es doch eigentlich nur um Bequemlichkeit: Wenn es so einfach wäre “bezahlen, runterladen, lesen”, vielleicht noch zu einem etwas deutlich dezenteren preis als die print-ausgabe (statt 14,99 vs 16,99), ich würde doch nen teufel tun, und versuchen, die Sachen irgendwie ohne bezahlung zu kopieren, und statt dessen Gefallen an dem system finden.
Genau das Gegenteil von den beiden letzten ist der fall.
Eigentlich hatte ich mit dem gedanken gespielt, wegen der Beschaffungsproblematik und als Anreiz, mal wieder öfter zu lesen, mir ein A-gerät zu kaufen. Aber mein neues telefon eignet sich dazu auch hervorragend (z.B. mit werken auf project guttenberg ), und deshalb werd ich mir bestimmt nicht noch ein extra gerät kaufen, nur um den proprietäre drm mist benutzen zu können.
Was das kostenlose kopieren angeht, hab ich natürlich nach überschreiten der frustgrenze auch mal nach möglichkeiten in diesem netz umgeschaut, an denen die verleger keinen cent verdienen würden.
Dieser tage wollte ich gerne aus allseits bekanntem anlass ein paar bücher zur weitergabe an mitmenschen erwerben. Bücher in deutscher Sprache außerhalb Deutschlands zu kaufen ist sicher nicht unmöglich, aber doch mit reichlich Aufwand verbunden - und ich bin ja bekanntermaßen sehr faul. Das war also keine gute Option.
Dacht ich also bei mir: "aber ...